Wer ist der, den die Mormonen "Elohim" nennen?

Von Bill McKeever

Übersetzt von Wolfgang Schneider (Translated by Wolfgang Schneider)

Jahrhundertelange haben Christen ihren Glauben an einen Gott bekannt, der

allein Gott ist (Jes 44,8)

selbst-existent (Jes 43,10; 48,12)

transzendent (4. Mose 23,19; Ps 50,21)

unwandelbar (Ps 102, 27; Jes 46,10; Mal 3,6)

ewig (Ps 90,2; 93,2)

allgegenwärtig (1. Könige 8,27; Sprüche 15,3, Jes 66,1; Jer 23, 23-24)

unkörperlich (Joh 4,24; Kol 1,15; 1. Tim 1,17) ist.

Ebenfalls ist er ein Gott, der in den Gläubigen wohnt (Eph 3,17; 4,6;
Röm 8,9) und allmächtig ist (Hiob 42,2; Ps 115,3; Mt 19,26). Die
Mormonen bestehen darauf, dass ihr Gott – den sie Elohim nennen – der
Gott der Christen ist. Aber warum sind dann dessen Eigenschaften so
anders als bei dem in der Bibel dargestellten Gott ?

Der Gott des Mormonentums ist einer von vielen Göttern

Joseph Smith, der Gründer des Mormonentums sagte: "Ich möchte erklären,
dass ich immer und in allen Versammlungen, wenn ich über das Thema der
Gottheit gepredigt habe, von der Vielzahl der Götter geredet habe."
(History of the Church 6:474)

Brigham Young, der zweite Prophet und Präsident der Kirche
Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (im Folgenden 'HLT' genannt)
, sagte: "Wieviele Götter es gibt, weiß ich nicht. Aber es gab niemals
eine Zeit, zu der es keine Götter gab …" (Journal of Discourses
7:333)

Der Gott des Mormonentums ist nicht selbst-existent

Der Mormonen-Apostel Orson Pratt hat gelehrt : "Wir wurden gezeugt von
unserem Vater im Himmel. Die Person unseres Vaters im Himmel wiederum
wurde gezeugt in einer vorherigen himmlischen Welt von dessen Vater.
Und weiter, dieser wurde gezeugt von einem noch weiteren Vorfahren und
so weiter, von Generation zu Generation" (The Seer, Seite 132)

Der Gott des Mormonentums ist nicht transzendent

Während der Gott der Bibel klarstellt, dass er nicht wie ein Mensch
ist, haben die Führer der Mormonen darauf bestanden, dass ihr Gott ein
erhöhtes menschliches Wesen sei.

Joseph Smith erklärt "Gott selbst war einst so, wie wir
jetzt sind und ist ein erhöhter Mensch und sitzt auf dem Thron im
Himmelreich (Teachings of the Prophet Joseph Smith, Seite 345)

Der Mormonen-Apostel John Widtsoe sagt aus "Gott und der
Mensch entstammen derselben Rasse, sie sind nur unterschiedlich im Grad
ihrer Erhöhung." (Gospel Through the Ages, Seite 107). Das stimmt
überein mit dem Kommentar des Mormonen-Apostels Parley P. Pratt, der
lautet "Gott, die Engel und der Mensch sind alle von derselben Art,
eine Rasse, eine große Familie.." (Key to the Science of Theology,
1978, Seite 21)

Der Gott des Mormonentums ist nicht unwandelbar

Während es Gottes Vollkommenheit für ihn unnötig macht, sich zu ändern,
ändert der Gott des Mormonentums sowohl seine körperliche Gestalt als
auch seine moralischen Eigenschaften. Das zeigt sich durch die
Tatsache, daß er sich von einem Menschen zu einem Gott entwickelte und
Verfügungen änderte, die "theoretisch" unwandelbar sind. Beispiele
dafür wären z.B. die Aufgabe der Polygamie in 1890, die Umkehrung des
Verbots, das Schwarze vom HLT-Priestertum abhielt in 1978 und die
Veränderungen der HLT-Tempelzeremonie in 1980.

Der Gott des Mormonentums ist nicht ewig Gott

Joseph Smith lehrte, daß Gott nicht ewig Gott gewesen ist, indem er
sagte :"Wir haben uns vorgestellt und angenommen, daß Gott von Ewigkeit
her Gott gewesen ist. Ich werde diese Idee wiederlegen und den Schleier
wegnehmen, so daß ihr sehen werdet" (Teachings, Seite 345)

Der Gott des Mormonentums ist nicht unkörperlich

Anders als der Gott der Bibel, der ein Gott aus Geist ist (Joh 4,24),
hat Joseph Smith gelehrt:" Der Vater hat einen Körper aus Fleisch und
Knochen, genauso greifbar wie der des Menschen." (D&C 130:22)

Der Gott der Mormonen ist nicht allgegenwärtig

Weil der Mormonen-Gott durch einen physischen Körper begrenzt ist, ist er nicht allgegenwärtig.
Brigham Young sagte:" Manche möchten uns glauben machen, daß Gott überall gegenwärtig ist.
Das ist nicht so" (Journal of Discourses 6, 345)

Der Mormonen-Apostel James Talmage drückte aus, daß weder Gott der
Vater, "noch irgendeine wirkliche Person der Gottheit mehr als an einem
Ort zu einer Zeit physisch gegenwärtig sein kann" (The Articles of
Faith, Seite 39). Die "Allgegenwärtigkeit" des Mormonen-Gottes wird
durch den Heiligen Geist (hier: Holy Spirit) erreicht, der gemäß
Mormonen-Apostel John Widtsoe nicht zu verwechseln ist mit dem
(anderen, Anm.d. Übers.) Heiligen Geist (Holy Ghost). (Evidences and
Reconciliations, Seiten 76-77).

Der Mormonen-Gott kann nicht im Gläubigen wohnen

Nach Joseph Smith ist "… die Idee, daß der Vater und der Sohn im
Herzen eines Menschen wohnen eine alte sektiererische Idee und ist
falsch." (D&C 130,3) Seltsam genug: das Buch Mormon lehrt, daß der
Herr in den Herzen der Gerechten wohnt (Alma 34,36)

Der Gott der Mormonen ist nicht allmächtig

Wie die Mormonen glauben, werden sie ihrem Gott immer dienen. Deshalb
würde es auch Sinn machen, daß ihr Gott wiederum seinem Gott dient. Es
würde ebenfalls Sinn machen, wenn der Mormonen-Gott ein Nachkomme eines
anderen Gottes ist, daß sein Gott weiter fortgeschritten ist in seiner
ewigen Entwicklung als der Gott, dem die Mormonen zu dienen behaupten.

Der Mormonen-Autor W. Cleon Skousen behauptet, daß Gott nur
deshalb Gott ist, weil eine andere Kraft ihn als solchen erhält. Er
schreibt: "Durch neue Offenbarungen lernen wir, daß das Universum mit
einer riesigen Zahl von Intelligenzen angefüllt ist, und weiterhin
erfahren wir, das Elohim deshalb Gott ist, weil alle diese
Intelligenzen ihn ehren und ihn als Gott erhalten. Da sich Gott die
Ehre und den erhaltenden Einfluß 'aller Dinge' erworben hat, folgt
daraus – sollte er jemals das Vertrauen oder das
Gerechtigkeitsempfinden dieser Intelligenzen verletzen – daß diese ihre
Unterstützung sofort zurückziehen würden und die Macht Gottes
verschwinden würde. Er würde aufhören, Gott zu sein. (The First 2,000
Years, Seiten 355-356)

Das der Mormonen-Gott sich gegenüber Jemandem verantworten
muß, zeigt ganz klar, daß er nicht allmächtig ist. Manche Mormonen
bestehen darauf, daß seine Allmacht in der Tatsache liegt, daß er
unbegrenzte Macht hat, nicht alle Macht. Aber auch das stimmt nicht
überein mit dem Denken der Mormonen, da der Mormonen-Gott nicht die
Fähigkeit hat, etwas ex nihilo zu erschaffen, also aus dem Nichts. Der
Gott der Mormonen ist dahingehend eingeschränkt, daß er nur Materie
reorganisieren kann.

Der Gott der Mormonen vergibt nicht vollständig

Ein weiterer Hauptunterschied zwischen dem Gott der HLT-Kirche und dem
der historischen Christenheit liegt in der Tatsache, daß der Gott der
Bibel vollständig vergibt. In Jesaja 43,25 lesen wir: "Ich, ich tilge
deine Übertretung um meinetwillen und gedenke deiner Sünden
nimmermehr!" In Jeremia 31,34 sagt Gott :"und es wird niemand mehr
seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: "Erkenne den
HERRN!" denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum
Größten, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben
und ihrer Sünde nicht mehr gedenken!" Hebräer 8,12 sagt: "denn ich
werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer Sünden nicht
mehr gedenken." Wie tröstlich zu wissen, daß der Gott der Bibel nicht
mehr an die vergangenen Sünden der Gläubigen denken will!

Der Gott des Mormonentums jedenfalls, muß die vergangenen
Überschreitungen in Erinnerung behalten, denn D&C 82,7 warnt: " Und
nun, wahrlich sage ich euch, ich, der Herr, werde euch keine Sünde zur
Last legen; Geht euren Weg und sündigt nicht mehr. Aber zur Seele, die
sündigt, werden die früheren Sünden zurückkehren, sagt der Herr, euer
Gott." Es gibt keine Möglichkeit, daß diese beiden Wesen dieselben
sind.

Schlußfolgerung

Es gibt
wahrscheinlich keine größere Sünde, als sein Vertrauen in einen Gott zu
setzen, dessen Eigenschaften nicht denen des Gottes der Bibel
entsprechen. Der biblische Begriff für diese Sünde ist Götzendienst.
Die Tatsache, daß Joseph Smith nicht gelungen ist, den Gott Abrahams,
Isaaks und Jakobs darzustellen, beweist, daß er kein wahrer Prophet
war. Gott warnte die Kinder Israels davor, daß, der aufsteht und Israel
zu verleiten versucht "anderen Göttern nachzulaufen" mit dem Tod
bestraft würde (5. Mose, 13, 1-3 +5). Denkst du, er nimmt das heute
auch nur etwas weniger ernst ? Darauf zu bestehen, dem Gott der
Mormonen zu folgen wird den geistigen Tod und die qualvolle Trennung
von dem Schöpfer der Ewigkeit zur Folge haben. Der Einsatz ist zu hoch,
um einem anderen zu vertrauen. Unser Gebet für die Heiligen der letzten
Tage ist, daß sie sehen, wie sie von Joseph Smith verführt worden sind,
und von den "Propheten und Aposteln", die ihm gefolgt sind, und daß sie
schließlich ihr Vertrauen in den Gott setzen, der das Leben der
Menschen seit Jahrhunderten verändert, in den Gott der Bibel.